
In einem heiß umkämpften Nachbarschaftsderby feierten die Kreisoberliga-Handballer des TuS Sulingen vor 120 Zuschauern ihren dritten Erfolg im vierten Saisonspiel. Mit einem knappen 31:30 (16:12) behielten die Mannen von TuS-Trainer Steven Schäfer gegen die HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf am Sonntagabend die Oberhand .
Â

Dabei sah es zu Beginn für die Sulestädter alles andere als gut aus. Schnell drückte die HSG dem Spiel ihren Stempel auf und ging, begünstigt durch das unsichere und nervöse Auftreten der Schäfer-Sieben, schnell mit 6:1 in Führung (8.). Schäfer reagierte, nahm eine Auszeit und stellte seine Formation um. Für Mirco Kohröde kam Gerrit Uhlhorn zwischen die Pfosten, Jochen Scheurer (6) wechselte vom Kreis auf die Spielmacher Position, für ihn kam Michael "Heinz" Rethorn (2) am Kreis zum Einsatz, und Timo Helander (3) rückte für Mats Buscher in den Rückraum nach. Die Umstellung zeigte Wirkung und die Hausherren kämpften sich Tor um Tor heran und glichen beim Stand von 11:11 erstmals aus. Damit nicht genug - Der TuS legte weiter nach und drehte das Spiel bis zur Halbzeitpause in eine Vier-Tore-Führung um. "Die Routiniers haben hier immer wieder Verantwortung übernommen", lobte Schäfer gerade in dieser Phase seine beiden Leihgaben aus der Zweitvertretung.

Nach dem Kabinengang schmolz der Vorsprung bis zur 41. Spielminute wieder dahin und die HSG konnte erneut ausgleichen (24:24). "Alles was wir uns in der Pause vorgenommen haben, klappte leider mal wieder nicht", monierte der 27-Jährige. Es folgte der offene Schlagabtausch. Die Grün-Weißen legten mit einem Tor vor, doch die Vilser ließen sich nicht abschütteln und legten ihrerseits sofort wieder nach. In einer hektischen Schlussphase parierte Mirco Kohröde noch einen Siebenmeter vom Ex-Sulinger Stefan Duffe und hielt sein Team damit weiter auf der Siegerstraße. Am Ende blieben den Gästen noch 13 Sekunden, aber "Heinz" Rethorn war in der Abwehr hellwach, schnappte sich das Leder und macht die Vilser Remis-Träume zu nichte.
Was am Ende den Ausschlag gegeben hatte? „Vielleicht, dass wir den Kampf angenommen haben und bei den Siebenmetern die besseren Nerven hatten“, meinte TuS-Trainer Steven Schäfer, in dessen Team Jannik Knieling alle fünf Strafwürfe verwandelte, während die Vilser deren zwei verwarfen. Bester Sulinger Werfer war Linkshänder Ingolf Semper, der acht Mal einnetzte.
Fotos (3): Schlotmann
StenogrammTuS Sulingen - HSG Bruchhausen-Vilsen/ Asendorf 31:30 (16:12) - Sulingen: Kohröde, Uhlhorn - Bärlein (4), Scheurer (6), Buscher, Gerdes (2), Meyer, Semper (8), Knieling (5/5), Vorholt (1), Helander (3), Stöcker, Drigas, Rethorn (2).
Â