20 Minuten in Unterzahl bricht Sulingen das Genick
"Durch überzogene Zeitstrafen fehlten uns in den letzten zehn Minuten die Akzente aus dem Rückraum", relativierte TuS-Betreuer Heinfried Ehlers den Ausgang der Partie. Was ihm besonders sauer aufstieß war das Verhältnis der Zeitstrafen: Sulingen zehn, Vilsen eine. "Das konnten wir nicht kompensieren", so Ehlers weiter.
Dank einem bärenstarken Mirco Kohröde im Tor, den die Vilser im ersten Durchgang nie in den Griff bekamen, setzten sich die Gäste auf 11:7 (14.) ab. Mit einem Vier-Tore-Polster ging es in die Pause. Nach dem Wechsel hatten die Gäste weiterhin die Nase vorn. Doch nach dem 27:24 kippte die Partie. Die HSG witterte Morgenluft, glich in Überzahl aus und legte gegen die wie gelähmt wirkenden Sulestädter eine Achterserie zum vorentscheidenden 32:27 (58.) nach. In dieser Schlüsselszene sahen Timo Helander (45.) und Ingolf Semper (51.) nach ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Am Ende stand die dritte Niederlage in Folge für den TuS zu Buche. "Die HSG war ab Mitte der zweiten Hälfte einfach cleverer und hat die Überzahlsituationen eiskalt ausgenutzt. Es hat sich aber auch keiner mehr getraut seinen Gegenspieler anzufassen", bilanzierte "Rotsünder" Ingolf Semper, der mit acht "Buden" einmal mehr Haupttorschütze auf Sulinger Seite war.
Stenogramm
HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf - TuS Sulingen 32:29 (15:19) - Sulingen: Kohröde, Uhlhorn - Vorholt, Dehmel, Süre (3), Drigas (5), Helander (2), Meyer (2), Gerdes (2), Bärlein (4), Semper (8), Knieling (3/3). Bes. Vorkomnisse: Rote Karten für Helander (45.) und Semper (51.) jeweils nach der dritten Zeitstrafe.

















































