Training anfangs im Freien
Schon im Herbst 1961 meldete der TuS zwei Mannschaften für die Hallenspiele auf Bezirksebene. Der Trainingsbetrieb fand auf einem Großfeld im Freien statt. Da die einzige Sulinger Sporthalle (Grundschule Schmelingstraße) keine Wettkampfgröße hatte, wurden die Punktspiele in Bassum, Syke und Eystrup ausgetragen. Kaum jemand besaß ein Auto, daher waren die Fahrten ein Problem für sich.
Dennoch wuchs die Handballabteilung stetig. Ab 1966 konnten Punktspiele in der neuen Halle am Gymnasium angepfiffen werden, vor allem aber gab es hier einen intensiven Trainingsbetrieb. Weiterhin spielte man auf dem Großfeld im damaligen Bürgerparkstadion. Die Chronik gibt Aufschluss über manche Streiterei mit den Fußballern – beide Sparten beanspruchten den Platz für sich. Als die Fußballer 1968 das Stadion nicht für ein Punktspiel der Handballer freigaben, verließen viele Handballer den Verein und schlossen sich dem FC Sulingen an. Der Fußballclub baute eine Handballabteilung auf, die schon im Folgejahr 80 Mitglieder zählte.
Im Laufe der Jahre verlagerte sich der Spielbetrieb der Handballsparten beider Vereine vom Großfeld in die Halle, was erneut zu erheblichen Engpässen führte. Bessere Bedingungen wurden erst 1979 mit dem Hallenneubau an der Edenstraße geschaffen. Obwohl beide Vereine sportlich sehr erfolgreich waren, wuchs der Wunsch nach einer stärkeren Förderung des Handballsports unter einem Dach. 1974 kam es unter der Federführung von Klaus Dunau (TuS) und Rolf Schweers (FC) zur Fusion der Abteilungen beider Vereine zu einer Handballspielgemeinschaft.
Ein erhebliches Ungleichgewicht ergab sich in den 1990er Jahren, da nachrückende Jugendliche fast ausschließlich an den TuS gebunden waren. Aus diesem Grund wurde die Spielgemeinschaft 1994 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Die Handballabteilung des TuS wuchs vor allem im Jugendbereich. Erklärtes Ziel war und ist, neben der Förderung des Breitensports einen zweiten Schwerpunkt im Leistungssport zu setzen. Für die hierfür erforderliche finanzielle Grundlage sorgt seit 2001 der „Förderverein Freunde des Handballsports im TuS Sulingen“. Er unterstützt insbesondere den Jugendbereich – möglich durch die Einwerbung von Sponsoren oder den Erlös von Veranstaltungen wie das vom Förderverein initiierte „Public Viewing“ zur Weltmeisterschaft.
Die Abteilung hatte in den letzten fünf Jahrzehnten viele Erfolge, aber auch einige Rückschläge zu verzeichnen. Letztere waren vielfach bedingt durch den Vereinswechsel oder den Fortzug sehr guter und talentierter Spielerinnen und Spieler – ein Schicksal, das der Turn- und Sportverein Sulingen mit vielen Kleinstadt-Vereinen teilt.
Quelle: Sulinger Kreiszeitung

















































