Erst am Ende wird's deutlich
Im ersten Durchngang sahen die 100 Zuschauer in der Gymnasium-Sporthalle kein wirklich sehenswertes Handballspiel. Brinkum, die nur acht Feldspieler an Bord hatten, suchten ihre Chance in langen Angriffen, während die Gastgeber über schnelle Aktionen zum Torerfolg kommen wollten. Über die Zwischenstände von 5:4 (10.) und 10:7 (20.) für die Hausherren folgte die 15:10-Halbzeitführung. Dann allerdings kamen die Sulestädter wie ausgewechselt aus der Pause. Sie begingen den Fehler, die Konkurrenz zu unterschätzen.Die Abwehr war praktisch nicht mehr vorhanden und die Angriffe wirkten unmotiviert und überhastet. "Und das trotz deutlicher Pausenansprache", konnte Jan Mohrmann an der Seitenlinie nur mit dem Kopf schütteln. Die Brinkumer legten nach und verkürzten bis zur 40. Spielminute auf 16:17. Immerhin fing sich der TuS nach den überfallartigen Angriffen der Gäste wieder und schaltete einen Gang hoch. In der 50. Minute hieß es 24:18. Hier wußte vor allem die Achse Björn Meyer (11) und Jonas Langnau (8/4) zu gefallen. Am Ende mußte das Jahn-Team der dünnen Personaldecke Tribut zollen. Der TuS nahm dieses Geschenk dankend an, weshalb es doch noch zu einem deutlichen Erfolg reichte. Trotz der mittelprächtigen Vorstellung hält Semper sein Versprechen und läßt das kommende Freitagstraining ausfallen. "Über dieses Spiel werden wir aber definitiv noch sprechen müssen", warnt der 42-Jährige schon vor der Standpauke.
Stenogramm
TuS Sulingen - FTSV Jahn Brinkum II 32:21 (15:10) - Sulingen: Kohröde, Tannert (ab 20) - Demel (1), Süre, Drigas (1), Plander (3), M. Meyer, Semper (1), Knieling (1), Langnau (8/4), Fallenbeck (2), B. Meyer (11), Scharf (4).

















































